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Was haben „Historische Rebsorten“ mit mir oder meinem Weingut zu tun?

Diese Rebsorten sind ein Stück Ihrer persönlichen weinbaulichen Geschichte!
Raritäten, die bereits als ausgestorben galten, seltene Rebsorten, die irrtümlich falsch bestimmt wurden, aber auch bekannte Traditionssorten, die durch einen neu entdeckten geschichtlichen Kontext jetzt ebenfalls zu unseren autochthone Rebsorten zählen. Das werden Sie Ihre Weinkunden nicht vorenthalten wollen!

Für welche Winzer sind diese seltenen Rebsorten interessant?

Winzer mit Flaschenweinvermarktung erhalten die gewünschte Aufmerksamkeit im Dschungel des Weinmarktes!
Die angebotenen Rebsorten sind und bleiben auf absehbare Zeit ein Nischenprodukt. Sie sind erklärungsbedürftig und benötigen das direkte Verkaufsgespräch. Sie werden auf Jahre hinaus nicht den Weg in den LEH finden.

Wo liegt mein Vorteil, wenn ich jetzt riskiere eine unbekannte Rebsorte zu pflanzen?

Viele Winzer vermarkten bereits das Thema „Terroir“. Wie in anderen Branchen zu beobachten, steigt die Bedeutung der „Regionalität“, „Nachhaltigkeit“ und das Interesse an „alten Sorten“. Sie kommen mit der Herstellung und Vermarktung „Historischer Rebsorten“ dem heutigen Zeitgeist entgegen. Aufgrund der begrenzten Möglichkeiten der Rebenvermehrung erhalten Sie auf lange Zeit hinaus ein Alleinstellungsmerkmal.

Woher weiß ich, dass die ausgewählte Sorte es wert ist gepflanzt zu werden?

Die allgemeine Behauptung, dass viele dieser alten Sorten aufgrund ihrer negativen Eigenschaften im Laufe der Jahre ausgesondert wurden, ist erwiesenermaßen falsch!
Diese Raritäten im heutigen modernen Weinbau mit seinen handwerklichen Möglichkeiten zu kultivieren, sollten Sie als Chance erkennen.

Ich kann stellenweise nur wenige Informationen zur Weinqualität finden?

Sie werden zu einem „Archäologen der Weinaromen“, wenn Sie die ersten Trauben einer seit Jahrhunderten ausgestorbenen Rebsorte ernten!
Historische Aussagen zur Weinqualität lassen sich nicht ohne weiteres auf die heutige Zeit transferieren. Neue Anbaumethoden, veränderter Weinausbau, aber auch die Ansprüche der Weinkunden haben sich verändert.

Diese Sorten sind erklärungsbedürftig und benötigen mehr Zeit in der Vermarktung?

Definitiv ja.
Viele Weintrinker möchten ihren Freunden etwas von dem gekauften Wein erzählen können. Diese Weine haben eine interessante Geschichte zu erzählen und Sie sind der Überbringer.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Rebsorten in den Rubriken aufgeteilt?

In den Rubriken „Weißwein- und Rotweinsorten“ finden Sie archäologische Kostbarkeiten und Museumsstücke, die generell einen Versuchsanbau erfordern.
Sie erkennen vertraute, internationale Traditionssorten, die durch Ihren historischen Fundort in Deutschland und einem neuen geschichtlichen Kontext überraschenderweise als autochthone Rebsorten gelten. Diese müssen selektiv, je nach Vorgaben des Weinbaugebietes, im Versuchsanbau gepflanzt werden.
In der Rubrik „Klone, klassisch“ werden Klone von klassifizierten Rebsorten aufgeführt, die keine Versuchsgenehmigung brauchen. Es sind genetische Funde alter Rebstöcke, die während der Selektion der historischen Weinbergsanlagen (Mischsätze) vielversprechend aufgefallen sind.

Wann muss ich mein gewünschtes Pflanzgut bestellen?

Deutlich früher als gewohnt!
Beachten Sie bei Ihrer Planung, dass sich die aufgeführten Rebsorten in unterschiedlichen Vermehrungsstufen befinden. Einzelne Sorten können schon, in Anbetracht eines Nischenmarktes, in adäquaten Mengen angeboten werden. Etliche Rebsorten, die erst am Beginn ihrer Vermehrungsstufe stehen, können auf absehbare Zeit nur in kleinen Mengen angeboten werden.
Eine langfristige Planung und Vorbestellung ist zwingend erforderlich.

Was muss ich beachten, wenn ich Züchterpflanzgut anpflanze?

Der Versuchsanbau ist in jedem Weinbauland unterschiedlich geregelt.
Sie müssen sich vorab an Ihre zuständige Genehmigungsbehörde wenden. Ihre Zustimmung ist Voraussetzung für eine verbindliche Bestellung. Die Genehmigung ist Ermessenssache der Behörde und wird in den jeweiligen Weinbauländern unterschiedlich gehandhabt.

Habe ich mit einer Versuchsanlage viel zusätzlichen Aufwand?

Nein.
Die allgemeinen Voraussetzungen sind gerade in der jüngeren Vergangenheit gelockert worden. Der Versuchsanbau soll dem Züchter neue Sortenerkenntnisse bringen. Er wird einige Daten haben wollen, die Ihnen ohnehin bekannt sind. Falls mit dem gelieferten Pflanzgut eine Vermehrungsanlage aufgebaut werden soll, haben Sie einige weitere Dinge zu beachten, die Ihnen im persönlichen Gespräch näher erklärt werden. Aber Sie werden sehen, dass sich der zusätzliche Aufwand in Grenzen hält.

Wie ist der phytosanitäre Zustand der angebotenen Reben?

Die Sorten- und Klonenfunde wurden nach den aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen neu aufgebaut. Es sind alle Voraussetzungen gegeben, damit einem in „Verkehrbringen“ und einem weiteren Aufbau von Vermehrungsanlagen nichts im Wege steht.