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Völker und Gebiete

Alemannen: Die Alemannen am Bodensee und in der Nordschweiz lebten ursprünglich am Fluss Elamunia, einem Nebenfluss des Tigris. Sie waren Nachbarn der Urartäer und Mannai am Urmia-See. Elamiten und Mannai bildeten zusammen das Volk der Elamannäer oder Alemannen.

Amanos-Gebirge: Ein von Süd nach Nord verlaufendes Randgebirge in der Südtürkei und Nordsyrien.

Amurru: War ein bronzezeitliches Reich in Syrien, das von den Ham und Moru, also Hamiten (Ham+Hit) und Mauren (Mo-Erhu) gegründet worden war.

Anten: Ein slawisches Volk des Hallstadt-Kreises, das zu den Brig-Antii am Bodensee und am Inn beitrug und mit den Handy oder Chanten im Südural korrespondiert, die sich von den Kantonesen ableiten.

Awarenmark: Die Awarenmark war unter Karl dem Großen die Ostgrenze des Fränkischen Reichs und Ausgangspunkt der deutschen Siedlerströme nach Österreich, Steiermark, Kärnten, Mähren und Transsilvanien.

Awaren oder Abaren: Ein Nomadenvolk der Völkerwanderungszeit in Ungarn, das vor den Ungarn nach Pannonien gezogen sein soll. Aus den Abar und Russ entstanden die Arbaresh, ein Stamm der Albaner.

Banat: Eine Region am Fluss Theiss in Ostungarn.

Bethlem: Eine Stadt in Transsylvanien, die auf Ungarisch: Bethlem, auf Rumänisch: Béclean heisst. Béclean ist eine Sorte aus dem französischen Jura, die Affenthaler und seinem Elterteil Süßschwarz sehr ähnelt.

Brygher, Phryger, Brigh, Brix, Berig: Sind ein bronzezeitliches, indoeuropäisches Volk vom südlichen Balkan und Albanien, das um 1200 v.Chr. das phrygische Reich in Anatolien errichtete. Nach ihnen ist die Phrygische oder Skythische Mütze benannt, die an die deutsche Zipfelmütze erinnert und Kopfschmuck des Gottes Mitra war. Sie korrespondieren mit dem Stamm der Bryghus im Indusdelta und sind namesgebend für die Sorten Briegler und Burger, die Stadt Brixen im Tirol, sowie für die Völker der Burgunden (Brig-Anten), Bretonen, Friesen, der Briten und britischen Briganten, sowie der Preussen.

Churrätisch-alemannische Alpen: Der Alpenteil, der vor der Eroberung durch die Römer von (U)Rätern und Churrätern besiedelt war. Sie siedelten im Tessin, im Veltlin, um Verona und im Tirol, sowie im Schweizer Rheintal bis an den Bodensee.

Churrätien/Churätien: Chur-Rätien nennt man die Region Rätiens um die Stadt Chur im Schweizer Rheintal, die auf die Churräter (Hurriter, Uratu) zurück geht, einem aus dem Königreich Urartu (Armenien) in die Südalpen und ins Baskenland (Heritar) ausgewanderten Volk, das auf die Gründer des hurritischen Reichs im 2. Jahrtausend v.Chr. in Südostanatolien zurückgeht.

Daker und Welsche: Die Daker waren ein bronzezeitliches Volk in Siebenbürgen und an der unteren Donau, das bereits sehr früh den Weinbau kultivierte und nördlich an die Walachen (Polaken, Woloch, Walche, Welsche) angrenzte. Nach ihrer Ausrottung durch die Römer wurden sie von den Vorfahren der Rumänen verdrängt.

Antike Daker: Ein bronzezeitlicher, weinbautreibender Volkstamm im Banat und auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. Daker gaben auch der Region Dagestan im östlichen Kaukasus, den antiken Tokh-Ariern in Turkmenistan, den Tocharern im Tarimbecken und in Tocharistan (Nordafghanistan), sowie der Weinregion Tokay ihren Namen.

Dakisch-mährischen Karpaten: Die bronzzeitliche und frühantike Hauptbevölkerung im Karpatenbecken stellten die Daker und die Mährer (Mauren, Mohren).

Deutschritterorden: Der Deutschritterorden war ein Orden von Kreuzrittern, der vor allem an der Slawenmission in Ostdeutschland, im Burzenland im östlichen Transsilvanien (Rumänien) und im Taubertal tätig war.

Despotat Romania: Eine Kolonie des Hauses Anjou im 13. und 14. Jahrhundert in Albanien, Kosovo, Mazedonien und Epirus.

Elam-Manni ( Elamannäer): Sie waren die westlichen Nachbarn der Mannai. Nach ihnen ist der Fluss Elamania, ein Nebenfluss des Tigris benannt. Vermutlich sind sie die Ahnen der Alemannen.

Frühmittelalter: Zeitraum 6. - 11. Jahrhundert n.Chr.

Ghandara: Eine antike Region am Kabulfluss im Nordwesten Afghanistans

Hallstadtkreis: Der Hallstadtkreis ist ein Sammelname für sogenannte eisenzeitliche Kulturen auf dem Gebiet von Bayern und Österreich, die heute als Kelten gelten, aber eigentlich Sarmaten, Russen, Anten, Wenden und andere Nordkaukasier waren.

Helisier: Waren ein Volksstamm der Lugier (Lukka-Völker), der aus Galliern (Hal, Gal) und Lykiern bestand, die nach dem Fall des Hethitischen Reichs aus Kilikien (Gal-Lykien) an die Weichsel ausgewandert waren.

Kachetien: Die berühmteste georgische Weinbauprovinz am Fuß des großen Kaukasus in Ostgeorgien.

Ker-Mani: Vom Volk der Kermanni oder Hurmanni, ein Mischvolk aus Mannai und Hurri leitet sich die iranische Provinz Kerman, der syrische Ort Germanikeia und das Volk der Germanen ab.

Kadzadermen-Gumelnitza-Karanovo VI - Kulturkreis: Ist eine kupfersteinzeitliche, weinbautreibende Kultur im östlichen Rumänien und Bulgarien, die sich um 3500 v.Chr. von der Donaumündung im Norden bis nach Küstenthrakien im Nordosten Griechenlands erstreckte.

Kilikien: Die südtürkische Region Kilikien liegt nördlich von Cypern und grenzt an Syrien. Dort erstreckte sich das Armenische Königreich von Kilikien, das eine christliche Bastion von Kreuzrittern während der Kreuzzüge war.

La Tène-Kelten: Beschreibt die eigentlichen Kelten, die ab 550 v.Chr. zeitgleich mit den Rätern, Churrätern und Alemannen die Schweizer Westalpen und die Iberische Halbinsel besiedelten. Sie waren gehen auf die Chaldiki vom Vansee zurück und waren Nachbarn der Allobroger im Savoy, die aus dem Königreich Allabria stammen. Alle diese Reiche lagen im Einzugsgebiet des Euphrat und Tigris im südöstlichen Anatolien und im armenischen Hochland. Angesichts des Einmarsches der Perser und zuvor der Assyrer flüchteten sich die Bewohner dieser Reiche im 6. Jahrhundert v.Chr. in die Alpen.

Levante: Das östliche Mittelmeergebiet von Syrien bis zum Sinai.

Levante: Eine historische Region am östlichen Mittelmeer, die von der türkischen Grenze bis zum Sinai reicht.

Lugier: Mit den Leukern, Lykern, Lesgiern und Lukka identisch, die aus Westanatolien in die Karpaten auswanderten.

Mährer, antike: Die Mährer waren das westliche Nachbarvolk der Daker in Mähren. Sie sind mit den Mauren verwandt und kamen ursprünglich aus dem Nordiran.

Maeri: Mauren (Mo-Erh, Mavru), die um 6000 v.Chr. aus Sechuan und Nordchina an den Kura und kurze Zeit später an den Euphrat, sowie spätestens 5000 v.Chr. in die mährischen Karpaten einwanderten. Sie brachten die ersten Kulturreben aus Nordchina mit und können als Gründervölker des neolithischen Weinbaus gelten.

Magdalenenhochwasser: Das wohl schlimmste Hochwasser des 2. Jahrtausends im Jahr 1342, das an allen großen Flüssen Europas auftrat. In wenigen Tagen wurden so viele Erdmassen weg geschwemmt, wie ansonsten in 2000 Jahren von den Niederschlägen abgetragen werden.

Margiana: Eine berühmte neolithische und bronzezeitliche Weinbauregion im Nordiran an der Grenze zu Afghanistan

Minni (Mannai): Das mit den Minoern auf Kreta verwandte Volk lebte bereits vor 5000 Jahren am Urmia-See im Nordiran und kultivierte Reben

Ostmark: Der östliche Teil des Frankenreiches unter dem Otto I. um 1000 n.Chr.

Palaisch-lesgisches Nordanatolien: Außer den Palai lebten noch die Laska in Nordostanatolien und in Enklaven in Westanatolien. Sie waren wie die Lykier ein Unterstamm der Lukka-Völker, der heute noch bis nach Georgien verbreitet ist.

Phalisker: Die Falisker sind ein antikes, mit den Römern verwandtes indoromanisches Volk, das aus den nordanatolischen Palai und den Lukka-Völkern (Leukern) während der Zeit des hethitischen Reichs (ungefähr 1800 - 1200 v.Chr) hervorgegangen ist.

Phönizier: Ein antikes nordafrikanisches Volk, das vor den Römern den Seehandel von der Levante bis nach Sizilien und Spanien kontrollierte.

Phönizier: Ein semitisches Handelsvolk in der Levante, Nordafrika, Sizilien und Südspanien, das auf dieVainakh-Völker zurückgeht.

Punier (Pun, Pan, Van, Vain, Fin): Die Bewohner Karthagos am Ende des 1. Jahrtausends v.Chr.. Bereits vor 3500 Jahren sind sie in vedischen Schriften als Pani in Indien dokumentiert und gaben dem Van-See und Se-Wan-See in Armenien ihre Namen. Sie sind eines der konstituierenden Völker der Vain-Nakh im Nordkaukasus, der Phönizier in der Levante und in Lybien, sowie der Wolgafinnen und Finnen.

Räter: Die Räter sind ein von den Römern erwähntes Volk in den Südalpen und in Churrätien im Schweizer Rheintal. Sie kultivierten die rätische Rebe. Die Churräter korrespondieren mit den Hurritern Südostanatoliens, die um 550 v.Chr. vor den Persern in die Alpen flohen.

Salasser: Die Urbevölkerung des Aostatals, die aus Galliern (Dgal, Gal, Hal) und Laskern (Lazka, Lukka) bestand und von den Römern ausgerottet wurden.

Slawonien: Eine Region im pannonischen Tiefland zwischen den Flüssen Drau und Sawe in Kroatien

Slowenische Steiermark: Die historische Region Steiermark umfasste Slowenien und die österreichische Steiermark

Sorben: Sorben sind eine Serbisch sprachige Minderheit in der Lausitz

Treri: Ein antiker Stamm der Thraker in Bulgarien, von dem sich die weinbautreibenden Trierer oder Trevorer ableiten.

Tschor: Auch Chor, Kor, Kar, Hur oder Ur, Ar. Die Chor sind das Urvolk der sogenannten Arier, nach denen auch Korea, die Weinregion Chorasan im Nordiran, die Weinregion Schirvan, der russische Tsar, die Region Karien in Westanatolien und Karelien in Nordrussland benannt sind. Mit den Mo und Hue Nordostchinas bildeten sie das Volk der Mo-Er-hu, die gemeinhin als Mährer, Mavro oder Mauren bekannt sind.

Urartäer: Die Bevölkerung des von Hurritern besiedelten Reiches Urartu im armenischen Hochland, das im 1. Jahrtausend von den Armeniern erobert wurde.

Vainakh-Völker: Eine Sprachfamilie im nördlichen Kaukasus, die auf die Vin (Fin, Van, Pan) und die Nakh-Völker zurückgeht.

Vin(a)ca-Kultur: Eine Kultur, die ab 5500 v.Chr. in Serbien auftrat und von den Vainakh-Völkern getragen wurde. Nakh ist eine Abwandlung von Noach.

Wallachen, Welschen: Die Wallachen (Pollaken), Walchen oder Welschen gehen auf denselben Wortstamm wie die Falisker zurück. Sie waren eine Union aus den indoromanischen Stämmen der nordanatolischen Palai (Polen) und der südwestanatolischen Lukka (Lykier, Leuker, Laska), die nach dem Fall des hethitischen Reichs zusammen mit anderen Stämmen den Balkan, die Alpen, Frankreich, Spanien und Osteuropa besiedelten. Auf dem westlichen Balkan verschmolzen sie noch vor der Ausdehnung des Römischen Reichs mit den Mährern (Mauren) zu Mauro-Wallachen, in Transsilvanien mit den Dakern zu Dako-Wallachen. Die Region Wallachei an der rumänischen Donau ist nach ihnen benannt.

Wenden: Wenden sind sog. Westslawen, die als Vindeliker den Hallstadtkreis mitbegründeten. Sie waren ein Mischvolk aus Vin (Wolgafinnen) und Dahae (Dakern, Dagestani), die wie die Leuker (Laska, Lasen) aus dem nördlichen Kaukasus kamen.

X’inda-lal: Ein Volk der Abaren in Kachetien und Aserbaidschan. Lal bedeutet Stamm, der Name Xinda leitet sich von Sindhu, dem Indus ab, der auch den Sinti ihren Namen gab. Die indischen Abaren (Sindavar) kamen vermutlich um 3200 v.Chr. vom Indus nach Zentralasien und vermittelten zwischen der Harappa-Kultur an den Flüssen Indus und Sarasvati und der Oasenkultur in Baktrien (Tadjikistan, Nordafghanistan) und in der Margiana (Nordiran, Turkmenistan). Vermutlich waren sie Metallarbeiter in den Kupferminen von Sintashta im Südural und erfanden das Speichenrad.   

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